Video on Demand bald das Maß der Dinge?

In einer Studie beschäftigt sich das Beratungsunternehmen Goldmedia mit Analysen zu Anbietern, Geschäftsmodellen und Umsatzpotentialen im VoD-Markt. Prognosen besagen, dass sich der Umsatz mit VoD bis 2018 auf 449 Millionen € verdreifachen könnte. Welche Modelle es gibt und welche laut Goldmedia in Zukunft den Markt dominieren könnten, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Welche Geschäftsmodelle gibt es im VoD-Segment

Aktuell lassen sich vier verschiedene Geschäftsmodelle unterscheiden, welche in Deutschland von rund 50 VoD-Anbietern vertrieben werden. 2013 lag hierbei der Gesamtumsatz bei 163 Mio. Euro. Davon fasst das Geschäftsmodell Transactional Video-on-Demand (T-VoD) ca. 73 Millionen. Hierbei leihen die Nutzer Filme gegen Bezahlung im Einzelabruf online aus. Eine weitere Form ist das Segment Download-to-Own (DtO). Dieses umfasst aktuell einen Umsatz von 57 Millionen Euro und ermöglicht es dem Kunden, gegen Bezahlung das Video direkt auf seine Festplatte zu laden und zu behalten. Das aktuell kleinste Segment, mit ca. 33 Millionen Euro Umsatz im Jahr, bildet das Subscription VoD (S-VoD). Hierbei besitzt der Nutzer die Möglichkeit, ein Abo abzuschließen, um online Zugriff zu den Video-Inhalten zu bekommen. Dazu kommen außerdem noch kleinere, werbefinanzierte Angebote.

S-VoD könnte den Markt umkrempeln

Das gemessen am Umsatz zurzeit kleinste VoD-Modell S-VoD, könnte schon bald 2/3 des Gesamtumsatzes am Markt ausmachen. Goldmedia hat eine Prognose abgegeben, in der die Annahme getroffen wird, dass sich ein großer Anbieter mit einer attraktiven Angebotspalette am Markt etablieren könnte, welcher bereits 2018 einen Umsatz von 300 Millionen Euro erzielen könnte. Doch in wiefern sich diese Prognose bewahrheitet, wird sich noch zeigen.

Ausblick auf den VoD-Markt

Aktuell bietet sich dem deutschen VoD-Fan ein vielfältiges Angebot an VoD-Plattformen, wie beispielsweise Mediatheken, Dienste wie Maxdome und Lovefilm oder auch Watchever vom französischen Konzern Vivendi. Alle Anzeichen deuten daraufhin, dass demnächst weitere große VoD-Anbieter in den Markt einsteigen und den vorherrschenden Konkurrenzkampf antreiben. Die Endgeräte sind vorhanden und die notwendigen Bandbreiten größtenteils gegeben. Noch hat es VoD in Deutschland allerdings schwerer, als beispielsweise in den USA, wo das Unternehmen Netflix den ansässigen Fernsehsendern schon seit einiger Zeit einen starken Konkurrenten darbietet (mehr dazu hier). Das liegt vor allem daran, dass die Werbezeiten in Deutschland, auch wenn es für einige nur schwer vorstellbar ist, einen immer noch verhältnismäßig geringen Anteil ausmachen. Der Kunde kann sich zurücklehnen und sicher sein, dass sich die Angebotspalette im VoD-Segment schon bald verbreitern wird. Und um es mit den Worten von Goldmedia zu sagen:”Der Kampf um die Augäpfel ist eröffnet!”.

Quelle: Goldmedia

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