TV bleibt die bevorzugte mediale Anlaufstelle

Das Handy hat es vorgemacht. Vom einfachen Gerät für Telefonie und Kurznachrichten, hat es sich als Smartphone zum digitalen Alleskönner entwickelt. Der Flachbildschirm befindet sich gerade ebenfalls mitten in dieser Evolution. Und bleibt dadurch über alle Generationen hinweg relevant.

Die Erfolgsformel scheint einfach: Man nehme ein beliebiges elektronisches Gerät, statte es mit Internetfunktionalität aus und fertig ist der Verkaufshit. Ganz so einfach hat es die Unterhaltungsindustrie dann doch nicht, aber sie befindet sich beim TV auf einem guten Weg. Auf der Veranstaltung „gfu Insights & Trends: Die Zukunft des Fernsehens ist smart“ haben Branchenexperten die Aussichten von Smart TV genauer unter die Lupe genommen. So werden laut einer Studie des GfK Consumerpanels Nonfood & Retail, im Auftrag des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), bis Ende des Jahres 30 Prozent der deutschen Haushalte über Smart-TVs verfügen.

Breitbandanbindung als Grundlage für Smart-TV

Da ein Smart-TV auch nur seine vollen Stärken ausspielen kann, wenn er auch tatsächlich mit dem Internet verbunden ist, hat dieser Punkt besonderes Gewicht. Von den internetfähigen Geräten, sind 59 Prozent ans Netz angebunden. Drei Viertel der Zuschauer nutzen wiederum regelmäßig die smarten Funktionalitäten. Wer also einmal Geschmack an den Fernseh-Apps gefunden hat, der bleibt auch dabei. Eine Steigerung bei angeschlossen Geräten und der Nutzungshäufigkeit hängt dabei von drei Einflüssen ab. Attraktive Anwendungen, der Breitbandausbau und die Ablösung von Altgeräten werden in Zukunft den Sog von Smart-TV verstärken.

Bildqualität und Funktionen gut, Navigation und Inhalte verbesserungswürdig

Der Wechsel zu den Möglichkeiten von Smart-TV findet dabei organisch statt. Die beliebtesten Funktionen sind konsequente Weiterentwicklungen von altbekannten Technologien. Beispielsweise wird der klassische Teletext von 80 Prozent der befragten regelmäßig aufgesucht. HD-Teletext, Wetterbericht und Nachrichten sind sinnvoll an die gewachsenen Bedürfnisse der Informationsgesellschaft angepasst. Videoportale und Mediatheken ermöglichen den zeitunabhängigen und flexiblen Abruf von kurzen Clips oder ganzen Serien. Die große Mehrzahl der Konsumenten mit Smart-TV sind sowohl mit dem Gerät, als auch den Inhalten, zufrieden.

Die meiste Zustimmung erfährt mit 72 Prozent die Bildqualität. Die vorhandenen Funktionen überzeugt 68 Prozent der Nutzer. Navigation und Menüführung befriedigen 61 Prozent, die Inhalte 58 Prozent. Besonders die letzten beiden Punkte lassen noch Nachbesserungsbedarf erkennen. Gerade ältere Fernsehnutzer reagieren auf Bedienungsprobleme sensibel. Videoinhalte auf mobilen Endgeräten sind für drei Viertel der deutschen Zuschauer zumindest zeitweise ein Thema. Umso jünger, desto mehr: Von 77 Prozent der Konsumenten unter 25 werden mobile Computer häufig bis sehr häufig verwendet. Der herkömmliche Fernsehkonsum liegt hier dennoch bei 72 Prozent. Smart-TV führt insgesamt zu erhöhtem TV-Konsum. 27 Prozent der Zuschauer verbringen durch die zahlreichen Funktionen mehr Zeit vor dem Fernseher.

Quelle: ZVEI

 

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