Telekom als Spitzenreiter im Kampf um die Bundesligarechte

Die Auktion zur Versteigerung der Rechte für die Ausstrahlung der Bundesliga ist in vollem Gange. Wie wir bereits berichteten, ist die Gruppe der Interessenten angewachsen. So wurde durch Interessenten im IPTV-Bereich schon die Wahl der Plattform für die Ausstrahlung erweitert. Speziell die Telekom bekundet mit ihrem Angebot ein besonderes Interesse an den Rechten.

 

Die Telekom wolle durch die Ausstrahlung der Bundesliga ihr Geschäftsmodell erweitern, um die stetig abflauenden Umsätze aus dem Telekommunikationsgeschäft zu beseitigen. Der Ligaverband kann sich freuen, da Konkurrenz ja bekanntlich das Geschäft belebt, jedoch gibt es natürlich auch “Verlierer”. Nach der Bekanntgabe des Telekomgebots brach beispielsweise die Sky-Aktie um 6 Prozent ein. Die Telekom hingegen hatte ein leichtes Plus von 0,03 Prozent zu verzeichnen. So muss Sky befürchten, für die nächsten Jahre auf die Bundesligarechte zu verzichten. Dies bedeutet für den Sender nichts Gutes, der sich nur noch darauf berufen kann, dass er seit langer Zeit als verlässlicher Partner der DFL zur Seite stand und dies auch nicht geändert haben wolle.

Was die Telekom plant

Die Telekom bietet für die Live-Rechte der Bundesliga im Bereich Kabel, Sat und IPTV und damit für ein sehr umfassendes Rechtepaket. Auch umfasst dieses Paket nicht nur eine Saison. Vielmehr zielt das Unternehmen mit seinem Gebot auf die Übertragungsrechte von 2013 bis 2017. Dass die Bundesliga nicht nur auf Telekoms kostenpflichtigem Sender “Liga Total” laufen kann, ist dem Bonner Unternehmen klar. Dieses vereint momentan nämlich nur rund 160.000 Kunden, wohingegen Sky allein im letzten Jahr rund 359.000 neue Kunden gewann. Werbekunden, die die Bundesliga mit unter anderem den 36 Fußballclubs nutzen, könnten wegen sinkender Erreichbarkeit von potentiellen Kunden ein Problem haben. So plant die Telekom Sendungen zu produzieren, die sie dann an weitere Sender verkaufe. Damit ist denkbar, dass sich die hohen Kosten für Ausstrahlungsrechte auch für die Telekom nicht rechnen, und das Unternehmen darum weiterverkaufen muss.

Was hat die DFL von der gesteigerten Konkurrenz

Pro Saison verdient die DFL an den Sendrechten rund 412 Millionen Euro. Dabei zahlt die ARD rund 100 Millionen Euro und das ZDF weitere 20 Millionen Euro. Diese 120 Millionen Euro erhält die DFL allein durch den Verkauf der Rechte für die zusammenfassende Berichterstattung (z.B. Sportschau). Zusammenfassende Berichterstattung wurde bisher auch von der Telekom getätigt, wobei das Bonner Unternehmen dafür 25 Millionen Euro zahlte. Für die Rechte an der 2. Bundesliga legt Sport.1 noch zusätzliche 10 Millionen Euro in den Topf.

 

Die Zukunft sieht doch noch besser aus. Neben den 15 Unternehmen, die für die Auktion geladen wurden, kommt es nun also zum Stechen zwischen der Telekom und Sky, wobei Sky vermutlich zurückstecken muss. Trotzdem wird die DFL durch diesen Konkurrenzkampf größere Gebote erhalten. So ist eine zweite Bietrunde nach Ostern zu erwarten, wenn die DFL sich einen Überblick über die aktuellen Gebote verschafft hat.

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Quelle: reuters.com

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