Social Media und Smart TV – gesucht und gefunden?

Soziale Netzwerke und intelligentes Fernsehen bewegen sich mit steigender Geschwindigkeit aufeinander zu. Die zahlreichen Fans einzelner Formate, wollen häufig ihre Kommentare live im Umfeld der Inhalte abgeben. Oft geschieht das über zusätzliche Bildschirme, neben dem großen Flachbildschirm. Unternehmen wie Wywy entwickeln dabei spezielle Apps, die den Kommunikationsprozess vereinfachen sollen.

Bereits im vergangen Jahr hat sich Wywy für seinen geplanten Siegeszug vorbereitet. Es wurden 2,5 Millionen Euro an Kapital eingesammelt, bei einem Wettbewerb um das Start-Up des Jahres, wurde der erste Platz belegt. Als Ziel wurde die Marktführerschaft im Bereich des interaktiven Fernsehens ausgegeben. Die Zusammenarbeit mit dem beliebten Onlineportal Serienjunkies oder die Unterstützung des kürzlich gekürten Social Media-Königs RTL2, sollen dabei die eigene Reichweite ausbauen. Neben Deutschland, wurde dabei auch der US-amerikanische Markt in Angriff genommen. Doch noch trüben einige Makel die Erfolgsaussichten.

Prämien und Trophäen für fleißige Nutzer

Die grundlegende Funktionsweise der Anwendung „Wywy“ ist die Audio-Erkennung des aktuellen Fernsehprogrammes. Über den Ton werden Sendungen erkannt und die Konsumenten der zugehörigen Community zugeordnet. Dort läuft dann in Facebook und Twitter das Gespräch über die gezeigten Inhalte ab. Doch warum braucht es dafür eine App, das geht doch auch so? Einmal nimmt die automatische Programmerkennung die Suche nach den passenden Gemeinschaften ab. Außerdem locken zwei Formen der Belohnung die Zuschauer zum verstärkten App-Aufruf: Prämien und Trophäen.

Die Prämien gibt es durch das Einlösen von gesammelten Punkten, die es unter anderem für jedes Check-in bei einem Programm gibt. Diese können sich dabei durchaus sehen lassen. Bekannte Partner wie Amazon, Audible, Cinemaxx, Douglas, Eventim oder Zalando, versorgen besonders aktive App-Fans mit Gutscheinen. Die Trophäen scheinen dagegen fast schon obligatorisch für alle aktuellen sozialen Medien. Doch ob die x-te Ausgabe dieser Spielerei immer noch den Jagd- und Sammel-Trieb der Nutzer wecken kann, wissen wohl nur die Software-Tüftler im Hintergrund.

Startschwierigkeiten systematisch oder Ausrutscher?

Andreas Schroeter, Gründer von Wywy, ist sich sicher: „Das Thema Second Screen wird die Fernsehlandschaft nachhaltig verändern.“ Die Veröffentlichung der App sei erst der Anfang des Auftrittes auf einem riesigen Zukunftsmarkt. Leider bemerkt der Endverbraucher bei den ersten Schritten auch noch einige Kinderkrankheiten. Bisher wird iOs 4 aufwärts angesprochen, Android soll folgen. Doch die Erfahrungen im iTunes Store sind durchwachsen. Einige Sender werden nicht erkannt, die Anwendung lässt sich nicht starten und andere Beschwerden durchziehen die Kommentare. Bei Wywy wird Besserung gelobt, die Integration von neuen Kanälen könne nur nach und nach erfolgen. Eine eigene Einschätzung kann sich jeder iPhone-Besitzer, durch den Test der kostenlosen App, bedenkenlos selbst bilden.

Quelle: Wywy

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