Social Media steigert konventionelle TV-Quote

Die Analysten von Goldmedia haben in kontinuierlicher Arbeit die Zusammenhänge von sozialen Netzwerken und einem steigenden Zuschaueranteil offengelegt. Wachsende Nutzerzahlen bei Online-Diensten, im Umfeld einzelner Programme, verleihen Social TV einen soliden Stellenwert.

Wenn der Fernseher an ist, wird er heutzutage oftmals durch aktive Smarphones, Tablets oder Computer begleitet. Auf diesem zweiten Bildschirm (Second Screen) tauscht sich der Zuschauer mit Gleichgesinnten zur laufenden Sendung aus, erfährt weitere Details und verbreitet seine Meinung. Apps zu Social TV erleichtern die Kommunikation und Twitter erlaubt es, kompakt und schnell Gehör zu finden. Weniger zeitkritisch ist dabei Facebook. Live-Events, beispielsweise zu Fußball oder Olympia, finden daher vor allem in den schnellen Online-Medien statt, während die beliebten (Doku-)Soaps die Domäne von Facebook sind.

Social TV ist fest in der Hand der privaten Sender

Im “Social TV Monitor” gibt Goldmedia darüber Auskunft, welche Sendungen in welchem sozialen Dienst besonders gut ankommen – oder auch nicht. RTL2 entpuppt sich dabei als Meister, wenn es um die Generierung neuer Zuschauer und Fans geht. „Berlin – Tag & Nacht“ stößt bei Facebook auf überragende Resonanz und schafft es, in sechs Monaten 640.000 neue Nutzer einzusammeln (alle zusammen: 2,5 Millionen). Zusätzlich sind die Fans außerordentlich gesprächig und erzeugen wöchentlich 500.000 Aktivitäten. Diese beinhalten Likes, Tweets, Kommentare und Co.

Den zweiten Platz hat sich „Köln 50667“ gesichert. Das besondere bei diesem Format ist, dass es noch vor der Erstausstrahlung 300.000 Fans und 100.00 Aktivitäten pro Woche auf sich versammeln konnte. Noch wichtiger dürfte allerdings sein, dass dies zu einem Marktanteil von 10,3 Prozent, und damit deutlich über dem Senderdurchschnitt, geführt hat. Bedenklich ist bei dem Ranking, dass die öffentlich-rechtlichen erst auf Platz 15 (Sportschau) in der Social TV Jahresbilanz für 2012 auftauchen. Verlieren die gebührenfinanzierten Sendeanstalten den Anschluss an die digitale Generation?

Jede App hat ihren Zweck

Die Anwendungen Couchfunk, ZAPITANO und TWEEK haben sich auf die Anforderungen der Zuschauer eingestellt. Doch jede App hat ihren vorgesehenen Einsatzbereich. Couchfunk findet bei Zuschauern von Live-Sport hohen Zuspruch, mit Fußball auf Platz 1 und Formel 1 auf Platz 2. ZAPITANO hat sich hingegen die Gunst der Krimi-Fans gesichert (Tatort), hat allerdings ebenfalls im Bereich Casting (X-Factor, The Voice of Germany) Kompetenzen. Impulse werden durch nutzerbasierte Charts zu Prominenten gesetzt. TWEEK eignet sich für allgemeine Empfehlungen zu Filmen und Serien, beispielsweise sind „How I Meet Your Mother“ und „Die Simpsons“ die meist empfohlenen Serien aus 2012.

Quelle: Goldmedia

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