Smart-TVs überzeugen durch den Mehrwert

Größere Diagonale oder besser aufgelöste Displays werden immer seltener zum Hauptargument bei der Beschaffung eines Neugeräts. Während sich die Hersteller auf hohem technischen Niveau eingependelt haben, müssen die Marken jetzt mit innovativen Features brillieren.

In 2016 wird eine umfassende Dominanz der intelligenten Flachbildschirme vorherrschen. Nach der Studie von Gartner werden 85 Prozent aller produzieren Fernseher vernetzbar sein. Die Zahl der hergestellten Geräte soll sich von 69 Millionen (2012) auf 198 Millionen (2016) fast verdreifachen. Doch die Kennzeichnung als „Smart TV“ ist nicht genug: Rohe Zahlen, die die Power eines Fernsehers zu belegen versuchen, werden nicht mehr ausreichen. Der Endverbraucher wird vielmehr nach dem entscheidende Quäntchen an Zusatzleistung Ausschau halten.

Konventionelles Fernsehprogramm bleit durch Exklusivität interessant

Zu der vorhergesagten Entwicklung beim Nutzungsverhalten von Smart-TVs gehört der verstärkte Bezug von Inhalten über das Internet. Genauer gesagt werden gezielt On-Demand Dienste über den Breitbandanschluss abgerufen. Diese werden durch reguläres IPTV und die konventionellen Kanäle Kabel, Satellit und DVB-T ergänzt. Dabei bleibt lineares Fernsehen primär durch Pay-TV, beispielsweise zu Sport oder Großveranstaltungen, relevant. Doch vor allem die Nutzung des Internets ist die Kernkompetenz eines Smart-TV. Videoinhalte von YouTube und Video-on-Demand (VoD) Anbietern, der Zugriff auf soziale Netzwerke und die Ausführung von Apps wären hier zu nennen.

Der Smart-TV als Mittelpunkt im Heimnetzwerk

Der TV-Markt befindet sich im Wandel. Zur Aufgabe des Fernsehers gehört es künftig, als zentrale Anlaufstelle die verschiedenen Bildschirme eines Haushaltes zusammenzubringen. Eine breite Palette von Inhalten, die sonst nur auf PCs, Smartphones und Tablets erhältlich waren, findet den Weg ins Wohnzimmer. „Mit der Konnektivität zu Smartphones und Tablets kommt die Fähigkeit, Inhalte aus dem Netz auf eins dieser Geräte zu laden und diese Inhalte dann auf den Fernseher zu übertragen. Für die TV-Hersteller, die auch mobile Endgeräte im Programm haben, wird es so besonders leicht, den Endverbrauchern die Vorteile eines Smart-TV zu kommunizieren.“, erklärt Gartner-Analyst Paul O’Donovan.

Das Verhältnis von Preis und Leistung erklimmt neue Bestwerte

Der angebotene Mehrwert wird der bestimmende Verkaufsfaktor. Das können sowohl die verfügbaren VoD-Inhalte sein, als auch deren Qualität. Ebenso ist eine komfortable Anbindung möglichst vieler mobiler Geräte wichtig. Neben all den bereits als gegeben angesehenen Features, müssen es die Gerätehersteller in einem wettbewerbsintensivem Umfeld schaffen, noch eine „Sahnenhaube“ auf ihr mediales Komplettpaket zu setzen. Für den Endverbraucher bedeutet das, dass die Leistungdichte pro bezahltem Euro weiter zulegt. Noch nie hat der Zuschauer mehr Gegenwert für sein Geld bekommen.

Quelle: Gartner

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