Reizüberflutung bremst das Potential von Smart-TV aus

Eine Masse von Endgeräten konkurriert in Sachen Internetkonnektivität mit dem Smart-TV. Viele Geräte bringen eigene Apps und Dienste mit sich. Dem Verbraucher brummt so langsam der Kopf. Statt sich mit den vielen Funktionen mühsam auseinanderzusetzen, konzentriert er sich auf wenige wesentliche Dienste. Und verzichtet damit auf zahlreiche Zusatzleistungen.

Fernseher, Spielekonsolen, Bluray-Player, Laptops, Tablets, Smartphones und Co wollen heutzutage alle ins Netz. Der Internetzugang über einen Smart-TV erfolgt zu 50 Prozent über ein externes Gerät. Der Kunde muss sich entscheiden, welche App auf welchem Gerät für seine Bedürfnisse gerade passend ist. Das verwirrt und kann schnell zu einer Verweigerungshaltung führen. Dabei stellt die Studie nicht infrage, dass der Breitbandzugang auf breiter Basis von den Endverbrauchern gewünscht und gefordert wird. Doch aktuell wird von all den internetbasierten Inhalten vor allem der Zugang zu Videoinhalten, wie IPTV und Video-on-Demand, genutzt.

Hoher Wettbewerb: Smart-TV ist kein exklusives Tor zum Internet

Das ist grundsätzlich nicht verkehrt. Der Flachbildschirm verleiht dem Fernsehen neue Relevanz und erhält dessen Platz im Wohnzimmer. Populäre Verbesserungen, beispielsweise HDTV und hochwertige Pay-TV Programme, stärken die Bedeutung großer Bildschirme. Und doch gelingt es nicht, den eleganten Umgang mit den erweiterten Vorzügen des Internets umzusetzen. Ob es um den einfachen Gebrauch eines Browser geht oder die Einbindung sozialer Netzwerke – es klappt einfach nicht zu den mobilen Handgeräten oder dem PC aufzuschließen. Um die Hersteller noch mehr unter Druck zu setzen, werden auch die Peripherie-Geräte rund um den Flachbildschirm immer weiter aufgerüstet. So erhalten die Konsolen regelmäßig Updates, mit Erweiterungen wie dem Schnellzugang zu verschiedenen Onlinevideotheken.

Vernetzter Fernseher: Ein schlummernder Riese?

Um den Konsumenten zu den weiteren Funktionen des smarten Fernsehers zu locken, muss daher ein Umdenken stattfinden. Die ständige Entwicklung neuer Innovationen sollte auf ein vernünftiges Maß heruntergefahren werden. Das Verhältnis von Masse zu Klasse benötigt eine überzeugende Relation. Das Zuschauerverhalten kann erfolgreich geändert werden, wenn die Steuerung des Fernsehers vereinfacht wird und auch der Input ergonomischer passiert.

Quelle: NPD Group

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