Per Internet zum Erfolg: Wissenschaftssender Hyperraum TV jetzt auch auf Smart TVs

Internet als Fernsehvertriebskanal: Chance oder Gefahr? Neuer Markt für große Geschäfte und neue Ideen oder Verbreitungsplattform für illegale Raubkopien und selbstgemachte Homevideos? Die Antworten darauf können mannigfaltig sein, doch zunehmend zeichnet sich eine positivere Stimmung von Fernsehmachern gegenüber dem Internet ab. Schließlich gibt es manche Sender auch nur dort. Wie beispielsweise den Wissenschaftssender Hyperraum TV, der nun zusätzlich einen Fuß in die Smart-TV-Branche setzen möchte.

Bayrischer Wissenschaftssender möchte in die Wohnzimmer

Hyperraum TV wirkt wie ein sehr gewagtes Experiment. Der Sender der in Grünwald südlich von München von einer Wissenschaftsjournalistin und einem Beratungsunternehmen gegründet wurde, zeigt, dass was anderswo in die Nacht verschoben wird oder nur in Spektakel- oder Infotainmentform gegossen gezeigt wird: Berichte aus Forschung, Wissenschaft und Technik. Und das auch noch zu großen Teilen privat finanziert. Mittlerweile mit bundesweiter Sendelizenz ausgestattet, möchte der bisher reine Web-TV-Sender auch auf die Mattscheiben der Smart-TV-Besitzer kommen.

Ab auf den Smart TV

Die Inhalte bezieht der Sender vor allem aus Kooperationen mit Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer Institut. Um den potentiellen Zuschauerkreis deutlich zu erweitern – bisher war das Besuchen der Website von Nöten – setzt man nun auf Kooperation. So beispielsweise mit TechniSat, einem deutschen Hersteller für Rundfunktechnik. Durch diese Zusammenarbeit ist der Zugriff auf die Plattform der ISIO-Receiver des Unternehmens gesichert. Hyperraum TV wird ab sofort per Internet gestreamt und als „normales Programm“ eingespeist. Der Sender kommt damit außerdem in die TechniSat-Programminfo „SiehFern INFO“. Zweiter wichtiger Partner neben Technisat ist ab sofort der Axel Springer Digital TV-Guide. Dort ist der Sender nun auch in der Plattform „Watchmi“ zu finden.

Raus aus dem „Ghetto“

Mitgründerin und Wissenschaftsjournalistin Dr. Susanne Päch zeigt sich hoch erfreut über die neue Kooperation, schließlich wird es somit viel einfacher, neue Zuschauergruppen zu erschließen, als das per Videostream möglich ist. „Erstmals treten wir als IPTV-Sender mit unserem Programmangebot aus dem Ghetto des IPTV heraus und erhalten gleichwertige Präsenz zu den etablierten TV-Sendern auf dem Fernsehgerät.“, so Päch.

Mit wenig Geld zum Erfolg?

Wollte man in Zeiten von Kabel oder Satellit einen Fernsehsender starten, war das mit enormen Investitionen verbunden. Gerade kleine Sender oder Spartenprogramme hatte beinahe keine Chance, deutschlandweit auf die Schirme zu kommen. Mit Web-, Smart-TV und IPTV hat sich das radikal geändert. Ähnlich wie der Spartensender Hyperraum TV, haben es bereits viele neue Sender geschafft, sich erfolgreich im Internet oder gar in einer der IPTV-Plattformen wie Entertain aufzustellen. Bleibt zu hoffen, dass diese Entwicklung weitergeht und viele kreative die Chance bekommen, ihr Glück auf dem TV-Markt fernab der großen Player wie ARD oder RTL zu versuchen.

Quelle: Hyperraum TV

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