Pay-TV in Deutschland erwartet starkes Wachstum

Viele Jahre sah es schlecht aus um den Pay-TV-Markt in Deutschland. Mittlerweile hat sich dieses Bild aber gewandelt. Auf den Medientagen 2011 in München kamen die führenden Köpfe des TV-Marktes zusammen, um unter dem Motto „Pay TV Wachstum: Ist Deutschland doch nicht anders als der Rest der Welt?“ eine Podiumsdiskussion zu führen.

2013: Jeder fünfte Haushalt hat Pay-TV

Geladen zu dieser Gesprächsrunde hatte das Strategieberatungsunternehmen Solon. Bereits im Voraus hatte Solon einen Überblick über die aktuelle Situation im deutschen Pay-TV-Markt gegeben. Demnach gebe es momentan einen deutlichen Aufwärtstrend in Form von immer mehr verkauften Abonnements, Bezahlinhalten im World Wide Web und neuen Plattformen wie HD+. Während im Jahr 2010 nur 12 Prozent der deutschen Haushalte für kostenpflichtige TV-Inhalte bezahlte, wird bis 2013 ein Zuwachs um etwa 8 Prozentpunkte erwartet. Damit wäre in etwas mehr als einem Jahr jeder fünfte deutsche Haushalt mit mindestens einem Pay-TV-Angebot ausgestattet.

Was sich geändert hat – das Beispiel Sky

Die Frage ist natürlich, woher der plötzliche Aufschwung des Bezahlfernsehens kommt. Brian Sullivan, Chef des Pay-TV Anbieters und langjährigem Sorgenkind Sky, sieht die Gründe vor allem im Kundenservice. Auf die Bedürfnisse der Abonnenten sei Jahrelang nicht eingegangen wurden – Als er selbst den Chefposten übernahm sei das geändert worden, und seit dem stiegen die Zahlen der an den Mann gebrachten Abonnements. Durch eine ständige Erweiterung des Angebots könne man den Kunden außerdem immer wieder neue Anreize geben.

HD als Zugpferd

Insgesamt blicken alle Teilnehmer der Diskussion optimistisch in die Zukunft. Manuel Cubero, welcher Teil der Geschäftsführung bei Kabel Deutschland ist, bringt es dann schlussendlich auf den Punkt: „Ohne HD hat uns eine enorme Waffe gefehlt“, so seine Einschätzung der Entwicklung der letzten Jahre. Und da kann man ihm einfach nur recht geben, denn letztendlich gibt es einen nicht von der Hand zu weisenden Zusammenhang zwischen der großflächigen Verbreitung von hochauflösenden TV-Geräten und dem Anstieg von verkauften Pay-TV-Abonnements. Außer den öffentlich-rechtlichen Sendern gibt es schlicht und einfach keine frei empfangbaren HD-Sender in Deutschland – wer mehr HD will, muss zahlen. Weitere exklusive Inhalte wie eine größere Senderauswahl und die Liveübertragungen von Sportereignissen wie beispielsweise der Fußball Bundesliga tragen auch einen Teil dazu bei. Und mit einem immer größeren Anteil an HD-fähigen Fernsehern in deutschen Haushalten sinkt auch die „Hemmschwelle“, für Qualitativ hochwertiges Fernsehen zu zahlen. Denn steht einmal einen HD-Fernseher zu Hause, da kommt auch die Erkenntnis: Qualität kostet nun einmal Geld.

Quelle: Solon, DWDL

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*