Neue Studie: VoD-Angebote mit 50% Wachstum pro Jahr

Video-On-Demand Portale sind schon lange kein Nischenangebot mehr. Große Teile der Bevölkerung machen von der Möglichkeit, Filme und Serien auf Portalen online zu streamen, regelmäßig Gebrauch. Wie der Markt aussieht und wie sich das Nutzungsverhalten zukünftig entwickeln wird, darüber gibt jetzt eine neue Studie Auskunft.

Dreifacher Umsatz

Bereits heute greifen ein Fünftel aller regelmäßigen Internetnutzer auf Video-on-Demand Angebote zu. Das Beratungsunternehmen Goldmedia hat Mitte Juli nun die Studie „Video-on-Demand Forecast 2014-2019“ veröffentlicht, welche die Marktentwicklung des Video-on-Demand-Sektors prognostiziert. Mehr als 1.100 Internetnutzer wurde befragt, die Ergebnisse sind erstaunlich. So soll der Gesamtumsatz des VoD-Marktes bis zu Jahre 2019 auf rund 750 Millionen Euro ansteigen. In 2014 soll der Umsatz etwa 273 Millionen Euro betragen. Das wäre ein jährliches Wachstum von mehr als 50 Prozent.

Marktverschiebung

Filme kaufen oder ausleihen hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung verloren. Die gut sortierte DVD-Sammlung wird durch VoD-Mediatheken ersetzt und anstatt Filme zu besitzen, bevorzugen Nutzer es, ihre Wunschstreifen zu streamen. In der Bundesrepublik existieren momentan etwa 50 verschiedene Anbieter von Video-on-Demand-Portalen. Die Nutzungsmodelle sind verschieden. Momentan bevorzugen die meisten Besucher kostenloses Streaming auf werbefinanzierten Seiten wie ClipFish oder MyVideo. Mit einem Anteil von 28 Prozent erwirtschaften diese Portale derzeit den größten Anteil am Umsatz. Lediglich ein Drittel der befragten Nutzer gab an, ein Abonnement gebucht zu haben. Behält die Studie Recht wird sich das in Zukunft ändern. Gerade dem Video-on-Demand per Abonnement wird eine erfolgreiche Zukunft vorher gesagt. Schon im Jahr 2019 wird es laut Studie die Hälfte aller VoD-Angebote ausmachen.

Technische Entwicklung

Mit dem Start von Netflix in diesem Jahr in Deutschland wird dem VoD-Markt noch einmal ein kräftiger Schubs nach vorne gegeben, so die Prognosen. Möglich wird diese positive Entwicklung im Video-on-Demand Segment vor allem, da mittlerweile die technischen Resourcen zur Verfügung stehen. Hochgeschwindigkeitsverbidnungen sind im ganzen Land verfügbar und internetfähige TV-Geräte und Tablets gehören längst zur Standartausrüstug. Auch neue Tarifabkommen mit Filmstudios und TV-Produzenten, sowie der GEMA ermöglichen den Streamingportalen weiter zu expandieren.

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