Mysterium Smart-TV – Verbraucher noch ratlos

Allen Werbekampagnen der Anbieter und Hersteller zum Trotz, bleibt eine bedeutende Anzahl der netzwerkfähigen Geräte unverbunden. Die Verbraucher fremdeln mit der Erschließung der technischen Möglichkeiten, obwohl die technischen Features ein wichtiges Kaufkriterium sind.

Neuer Trendmonitor

Die Ergebnisse des dritten und aktuellen Trendmonitors von Euronics ernüchtern. Obwohl Netzwerkanschluss, beziehungsweise WLan-Empfang, schon seit einigen Jahren zur Standardausstattung eines durchschnittlichen Flachbildschirms gehören, ist die Annahme durch die Konsumenten noch stark verbesserungswürdig. Benedict Kober, Vorstandssprecher bei Euronics, erklärt: „Der Aufklärungsbedarf beim Konsumenten ist groß. Industrie und Handel stehen 2013 vor der gemeinsamen Aufgabe, den Mehrwert des smarten Fernsehens aufzuzeigen.“ Nur so könne gegen die weitere Erosion des TV-Marktes vorgegangen werden.

Drei Hauptkriterien beim Fernsehkauf entscheidend

Von den befragten Verbrauchern gehen nur 58 wenigstens gelegentlich online. Bevorzugte Anlaufstellen sind Videoportale wie Mediatheken oder die sozialen Netzwerke. Die Ursache von nicht angeschlossenen Geräten liegt, lauf Euronics, an einer Überforderung der Nutzer. Ob sich dies beispielsweise auf die technische Herstellung einer Internetverbindung oder die Bedienung des Smart-TV bezieht, wurde nicht bekannt gegeben. In jedem Fall besteht noch Aufklärungsbedarf auf der Seite der Konsumenten. Immerhin fragen 39 Prozent der Käufer von neuen Fernsehern gezielt nach den Onlinefeatures. Nur die Bildschirmgröße und die Bildqualität sind wichtiger. Kober fordert: „Industrie und Handel muss es jetzt gelingen, den Mehrwert der smarten Geräte einfach und nachvollziehbar in den Vordergrund zu stellen.“

Haltbarkeit von modernen Fernsehern liegt bei sieben Jahren

Starke drei Viertel der deutschen Haushalte sind mit einem zeitgemäßen Flachbildschirm ausgestattet. Über acht Millionen Haushalte (21 Prozent) kommen noch ohne Flachbildschirm aus. Da sowohl Röhrenfernseher, als auch Flatscreens der ersten Generation, nicht aufgerüstet werden können, ist der Modernisierungsbedarf stark. Kober sieht darin eine großen Chance für den Fachhandel: „Im Bereich Flat gehen wir heute von einer Lebensdauer von etwa sieben Jahren aus, danach mutieren diese Geräte in aller Regel zum Zweitgerät oder sind reif zum Austausch.“ Besonders Early Adopter (die ersten Käufer von neuen Produkten) seien eine geeignete Zielgruppe für innovative Geräte.

 

Wie indessen der Nutzen von Smart-TV besser vermittelt werden soll, bleibt im Dunkeln. Die Gerätehersteller sind bereits auf einem hohen Niveau angekommen und die Preise sehr knapp kalkuliert. Sicherlich können die Software und die Bedienungskonzepte noch verbessert werden. Der zugstärkste Ansatzpunkt dürften jedoch attraktive Inhalte sein.

 

Quelle: Euronics Deutschland eG

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

banner