LTE-Broadcast erstmalig live in Amsterdam

Dem niederländischen Telekommunikationskonzern KPN gelang nun erstmalig, eine Live-Übertragung via LTE-Broadcast. Getestet wurde beim Erstligaspiel zwischen Ajax Amsterdam und NEC (Nijmegen Eendracht Combinatie) am 03.05.2014.

LTE-Broadcast

Bei LTE-Broadcast sendet eine zentrale Sendestation die TV-Signale an unbegrenzt viele Empfänger. Der Unterschied zur herkömmlichen LTE-Technik ist dabei, dass die Bandbreite im Netz nur einmal genutzt und nicht wie bisher, mit jedem Nutzer mehr ausgelastet wird. Somit gibt es nicht für jeden Nutzer separate Verbindungen, sondern alle Nutzer nutzen das Rundfunkprinzip zu einem einzigen Sender. Dies ermöglicht eine unbegrenzte Anzahl von Nutzern. Voraussetzung dafür ist lediglich ein LTE-Endgerät mit einer LTE-Broadcast-App. Dadurch wird die Übertragung von Videoinhalten in Spitzenqualität, trotz extrem hoher Anzahl an Netz-Zugriffen, erreicht. Im konkreten Fall von KPN, werden von Ericsson die neusten Technologien wie eMBMS, HEVC und MPEG DASH vereint.

Live-Test in Amsterdam

Als erster niederländischer Mobilfunkanbieter, gelang KPN nun ein erfolgreicher Testlauf mit LTE-Broadcast. Beim Livespiel von Ajax Amsterdam kam die oben erwähnte Technik erstmals zum Einsatz. Beteiligt waren dabei Ericsson, Qualcomm Technologies, Samsung, IBM und natürlich KPN. Das Unternehmen zeigte sich begeistert über den Erfolg des Pilotprojekts. Laut eigenen Analysen, ist die Nachfrage an Video Content von Live-Veranstaltungen im LTE-Netz groß. Durch den erfolgreichen Test, können allerdings auch die Anforderungen der Nutzer rasant ansteigen. Besonders wenn man berücksichtigt, dass das Verlangen nach „TV anywhere“ generell immer größer wird. KPN arbeitet bereits an den nächsten Schritten, um die Technologie weiter voran zu bringen.

Auswirkungen des Tests auf die Konkurrenz

Vodafone arbeitet ebenfalls an Testläufen mit LTE-Broadcast in den Niederlanden. Im März äußerte sich das Unternehmen auf der CEBIT gegenüber den kommerziellen Einsatz der Technik noch sehr distanziert. Bedenkt man allerdings die Möglichkeiten, welche sich hinsichtlich der Liveübertragung von Bundesligapartien mit dieser Technik ergeben, so ist durchaus denkbar, dass Vodafone seine Ziele zu dem Thema nochmal überdenkt. In Zusammenarbeit mit Sky, wäre den Fans im Fußballstadion ein interessantes Szenario geboten, um gleichzeitig andere Spiele zu schauen und somit näher am Geschehen zu sein. Auch der bereits im Februar erfolgreich getestete Einsatz der Technik beim Bundesligaspiel von Borussia Mönchengladbach, würde prima in dieses Szenario passen. Doch darüber lässt sich bisher nur mutmaßen. Das Potential von LTE-Broadcast bietet jedenfalls viele neue Möglichkeiten.

Quelle: KPN

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