Kampfansage von Netflix

Erst kürzlich hat Netflix sein Angebot in Australien erweitert. Nun meldet sich der Chief Content Officer Ted Sarandos zu Wort. Dieser ist der Meinung, dass Netflix bereits in 5 Jahren einen globalen Fußabdruck am TV-Markt hinterlassen wird. Manche Forscher sprechen bereits jetzt schon von einer Netflix-Invasion.

Unternehmensziele

Tiefstapeln kennt man bei Netflix nicht. Mit einer Vision, wie sie klarer nicht formuliert werden kann, richtet sich Netflix an seine Konkurrenz weltweit. Innerhalb von 5 Jahren will der Video-on-Demand-Riese alle Produkte weltweit verfügbar machen. Dabei gibt Ted Sandaros vor, dass sie die Zahl an eigenen Serien pro Jahr auf 20 erhöhen wollen. Somit könnte alle 2,5 Wochen eine neue Serie/Staffel an den Start gehen.

Sarandos über Entwicklung am TV-Markt

Allein in diesem Jahr hat Netflix 6,5 Millarden US-Dollar in seine Inhalte investiert. Dabei kritisiert Ted Sarandos die bisherige Vermarktung von Filmen. Er sieht die Filme durch das Fernsehen deplatziert und erachtet die bisherigen Ratings wie Zuschauerzahlen als Hindernis. Orientiert man sich an diesen Kennzahlen so hat sich das Fernsehen in eine komplett falsche Richtung entwickelt, um es mit den Worten von Sandaros wiederzugeben.

Netflix selber verzichtet auf den Verkauf von Werbung. Und darüber hinaus verzichtet das Unternehmen auch auf den Kampf um Einschaltquoten mit den Kabel-Anbietern. Sie schauen nicht auf die Zuschauerzahlen, da die Orientierung daran, die Qualität vom Fernsehen mindern würde. Damit vertritt Sandaros durchaus spezielle Ansichten, doch der Erfolg des Unternehmens gibt ihm bisher Recht.

Netflix-Invsion

Der Marktantritt in Deutschland hat die deutschen TV-Sender zwar bisher nicht in Angst und Schrecken versetzt, jedoch könnte dieser den Beginn eines grundlegenden Wandels des Fernsehsystems markieren. Diese Meinung vertreten jedenfalls die Forscher von Mediareports Prognos in dem Werk „Fernsehen 2018 das personalisierte Programm”. Diese gehen zwar nicht von einem schnellen Niedergang des Fernsehens aus, doch sie prognostizieren, dass der Trend zur nichtlinearen Fernsehnutzung unaufhaltsam sein wird. Momentan mangelt es bei den vielen Anbietern wie Netflix, Maxdome und Co. jedoch an einem umfassenden Angebot, welches den Großteil aller Kunden vollständig zufriedenstellt.

Quelle: Netflix

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