Japan fördert Verbreitung von Ultra HD

Bei der Herstellung hochwertiger Unterhaltungselektronik hat die asiatische High-Tech Nation mehr als ein Wörtchen mitzureden. Doch die einst soliden Konzerne aus Nippon geraten durch den verschärften globalen Wettbewerb zunehmend ins Straucheln. Bringt die von der Regierung verordnete HD-Strategie den Erfolg?

 

Die zweitgrößte Zeitung des Landes, Asahi Shimbu, berichtet exklusiv von den Absichten des Kommunikationsministeriums. Dabei beeindruckt insbesondere das Tempo, in dem Ultra HD auf Sendung gesehen soll. Um satte zwei Jahre nach vorne gezogen, gilt der Juli 2014 jetzt als Startschuss für ein reguläres Programm mit der extrem hohen Auflösung. Das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien ist ein heißer Kandidat für die Premiere des Senders. Bisher lag der Termin für die nächste High Definition Generation in 2016.

Ultra HD Blitzstart: Der frühe Vogel fängt den Wurm?

Zu Beginn wird sich auf die Übertragung per Satellit verlassen. Einzig diese Technologie würde kurzfristig genug Bandbreite für die Inhalte in Ultra-HD bereitstellen. Mittelfristig ist auch eine terrestrische Verbreitung vorgesehen, wobei es hier dann zu einer Modernisierung kommen muss. Die Verbreitung via IPTV ist wahrscheinlich davon abhängig, ob und in wie weit die regionalen Breitbandnetze darüf geeignet sind. Die nötige Datenrate dürfte enorm sein und wahrscheinlich nur per Glasfaser-Internet (FTTH) realisierbar sein. Weiterhin wird an Flachbildschirmen mit dem Standard 8K gearbeitet, was erneut mit einer prägnanten Steigerung der Auflösung einhergeht. Das zugehörige Testsignal wird in 2016 erhältlich sein. Hinter den staatlich organisierten Maßnahmen wird ein gezielter Schub für die kränkelnden Elektronik-Giganten vermutet. Sony, Panasonic, Sharp und Co sind, besonders im Bereich der Flachbildschirme, weltweit in harte Preiskämpfe verwickelt. Eine frühe Marktführerschaft bei Ultra HD könnte entscheidende Impulse setzen, auch wenn vor allem zuerst die nationalen Absätze zulegen würden.

Ultra HD, ein alter Bekannter

Die Bezeichnung Ultra HD ist eine griffige Alternative zu 4K. Die Consumer Electronics Association, die hinter der alljährlichen Elektronikmesse CES in Las Vegas steckt, hatte die Umbenennung im Vorfeld der vergangenen Messe vorgeschlagen. Die Endverbraucher würden so leichter erkennen, dass es sich hierbei um eine Verbesserung gegenüber dem bekannten HD handelt. Ein Gerät gilt als qualifiziert für Ultra HD, wenn es mindestens 3.840×2.160 Pixel, bei insgesamt acht Millionen Pixeln und einem Seitenverhältnis von 16:9, darstellt. Zahlreiche Hersteller griffen die Initiative auf.

 

Quelle: Asahi Shimbun

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