Internationale Funkausstellung 2012 in Berlin eröffnet

Seit 8 Uhr strömen die Fachbesucher in die Hallen der Messe Berlin. Auf einer rekordträchtigen Ausstellungsfläche von 142 200 m² preisen 1439 Hersteller ihre Innovationen an. Aufgrund der vollen Auslastung der Kapazitäten, werden selbst Übergänge und Freigelände genutzt, um den Besuchern die neuesten Errungenschaften der Unterhaltungselektronik vorzustellen.

Vom Freitag, den 31. August, bis zum Mittwoch, den 5. September, findet zum 52. Mal die IFA statt. Die weltweit größte und wichtigste Messe für Unterhaltungselektronik wird einmal mehr den Takt für Industrie, Handel, Medien und Konsumenten vorgeben. Im vergangenen Jahr betrug das Ordervolumen 3,7 Milliarden Euro. Trotz allgemein abflachender Konjunktur, erwartet die Branche fortschreitendes Wachstum. Dr. Rainer Hecker erläutert den hohen Stellenwert der IFA: „Innovationen generieren Wachstum. Sie verändern Märkte und Produkte ebenso wie die Vertriebswege und das Verhalten der Konsumenten. Die IFA als Spiegelbild der Märkte bildet diese Entwicklungen ab und forciert sie.“

Steigende Zahl von Premieren durch günstige Positionierung

Da die IFA auch stets ihren Schatten auf das besonders umsatzstarke Weihnachtgeschäft wirft, optimieren nach Ansicht von Dr. Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin, immer mehr Hersteller ihre Produktpaletten gezielt für das Event: „Die IFA ist globales Trend- und Konjunkturbarometer der Branchen, sie gibt den Märkten wichtige Impulse. Um sich auf die Hauptsaison vorzubereiten, findet die IFA für Handel und Industrie zum besten Zeitpunkt im Jahr statt. So fokussieren immer mehr Hersteller ihre Produktpremieren und Markteinführungen gezielt auf den Zeitpunkt der IFA.“

Ausgewogenes Programm für unterschiedliche Zielgruppen

Die IFA International Keynotes bilden die Leitsätze aktueller Themen, Trends und Strategien ab. Die medienwoche@IFA und medienpolitik@IFA adressieren Besucher und Presse mit medien- und netzpolitischen Themen. Bei der IFA TecWatch (Messehalle 11.1) geht es um Technologien und ihre Anwendung. Die Sonderschau E-Haus ist hier als Highlight zu nennen. Gezeigt wird das Modell einer komplett vernetzten Wohnumgebung.

Während der TEDxBerlin-Konferenz beleuchten Redner, unter dem Aspekt der digitalen Gesellschaft, Ideen zur zukünftigen Lebenswirklichkeit und den Chancen und Risiken von moderner Kommunikation. Das branchenforum@IFA beginnt dagegen mit dem Thema „Vom Smart Home zum Smart Business“. Relativ neu im Programm sind die IFA iZone, die sich ganz den Smartphones und Tablet widmet, sowie die IFA eLibrary, die als Schaufenster für alles rund um die eBooks dient. Zwei zusätzliche Hallen wurden als Reaktion auf das gestiegene Interesse an den Themen eingerichtet.

Wem nun die Füße qualmen, der kann im IFA-Sommergarten ein wenig relaxen. Bei Open-Air Konzerten von Xavier Naidoo, Helge Schneider und den neuen Deutsch-Poeten mit Bendzko, Max Herre & Freunde, MIA, Marsimoto, The Koletzkis und Tiemo Hauer lässt sich so manche Stunde gut verbringen. Kochshows, Autogrammstunden und der Auftritt von Promis sind weitere Bestandteile des Sommergarten-Programms.

Alles rund um Smart-TV und IPTV

Das gesamte Spektrum der IFA abzubilden, würde jetzt sicher den Rahmen sprengen. Die nächsten Tage werden hier die wichtigsten Neuheiten vorgestellt. Zwei besonders spannende Innovatoren können aber schon verraten werden. Das Fraunhofer Institut FOKUS (Halle 11.1, Stand 10) konzentriert sich gleich auf zwei Themenkomplexe. „Multiscreen Entertainment“ behandelt Lösungen zu Smart-TV und IPTV. So soll beispielsweise ein „TV Predictor“ individuelle Programmempfehlungen liefern. Über HbbTV werden die Empfehlungen als programmbegleitende Informationen dargestellt. „Zap and Shake“ ist hingegen der Titel einer Gesten- und Bewegungs-Steuerung des Fernsehers über Apps auf Smartphones und Tablets. Der zweite Komplex „Future Urban Technologies“ dreht sich um IT-Dienste für Verkehr und öffentliche Dienstleistungen.

Der Technik-Spezialist Hise (Halle 25, Stand 160) hat eine Weltpremiere vorbereitet. Eine kompakte schwarze Box soll im Herbst in den USA erscheinen und unter 100 US $ kosten. Ihr Inhalt: Google TV. Neben dem Browser Chrome und der Google-Suche, wird der Zauberkasten vor allem TV & Filme, Google Play und YouTube zu bieten haben. Damit kann jeder HD-Fernseher auch nachträglich zum Smart-TV werden.

 

Quellen: IFA, Fraunhofer FOKUS, Hisense Germany

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