Ericsson: Video- vor Sprachübertragung

Dass ein Großteil des Traffics im Netz aus Videoinhalten besteht, ist weitgehend bekannt. Ericsson formuliert daraus jetzt eine Strategie für die Distribution von IPTV, auch über mobiles Breitband (LTE). Microsoft liefert dabei den Schlüssel für die breit gefächerte Kompatibilität mit allen möglichen Bildschirmen.

 

Unter „Bildschirmen” sind dabei sowohl ortsgebundene, als auch tragbare Endgeräte zu verstehen, die eine Darstellung von IP-basierten Inhalten zulassen. Das können sowohl Flachbildschirme im wörtlichen Sinne sein, also Smart-TVs, Tablets und Smartphones, aber auch Set-Top-Boxen und Spielekonsolen. Alle Wiedergabegeräte verfügen über die Gemeinsamkeit, dass sie ein und dieselben Inhalte, jeweils optimiert, den Verbrauchern zur Verfügung stellen müssen. Diese Multiscreen-Fähigkeit hat sich Ericsson kürzlich mit der Microsoft-Tochter Mediaroom einverleibt.

Die Netzwerke an den Abruf von Videos anpassen

Den Anbietern von IPTV möchte Ericsson dabei ein Komplettpaket liefern, welches den modernen Ansprüchen des vernetzten Verbrauchers entspricht. Zu den strategischen Leitsätzen betreffend TV und Medien, gehört beispielsweise die Anpassung an die Videoübertragung mittels LTE. Dabei wurde für den Mobilfunk das Paradigma ausgegeben, dass der Bezug von Videos wichtiger sei, als die Sprachtelefonie. Es soll keine Grenzen mehr zwischen den Netzwerken und den Inhalten geben. Das heutige Nutzerverhalten setzt eine smarte Infrastruktur voraus. Mutliscreen übernimmt als zentrale Komponente den Transport von Video-on-Demand (VoD) Diensten. Das Ericsson-System sieht dabei vier Stufen vor: Die Inhalte, die Nutzererfahrung inklusive Verwaltung der Inhalte, auf Videos optimierte Netzwerke und die Endgeräte.

Drei Modelle für Video-on-Demand und lineares Fernsehen

Ericsson unterscheidet in diesem System drei verschiedene Inhalte, auf denen die nachfolgenden Schritte basieren. Im ersten und wichtigsten Szenario geht es um reguläres VoD, das mit Multiroom über kabelgebundene und drahtlose Breitbandverbindungen zu den Geräten gelangt. Dieses „Next Generation TV“ soll den Videokonsum von jeglichen Restriktionen befreien und dem Nutzer unkomplizierten Zugang zu seinen Wunschinhalten verschaffen. In Szenario Nummer zwei wird VoD mittels einer Verwaltungssoftware durchgeschleust und vor der Auslieferung über die Netze auf einem Server zwischengelagert. Bei dem letzten Fall handelt es sich schließlich um klassisches Fernsehen, sowie Live-TV, welches nach Formatumwandlung und gegebenenfalls Verschlüsselung, zum Kunden gelangt.

Quelle: Ericsson

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