Digitalisierungsbericht 2014

Am 09.09.2014 präsentierten die Medienanstalten den aktuellen Digitalisierungsbericht 2014 in Berlin, um aktuelle Daten und Fakten zum Stand der Digitalisierung verschiedener Rundfunk-Übertragungswege zu präsentieren. Neben der Diskussion über den Umstieg von DVB-T auf einen neueren Standard DVB-T2 oder auch die Analogabschaltung, ging es hauptsächlich um die Präsentation der aktuellen Marktentwicklung.

Noch ein Drittel nutzt analog

Insgesamt nimmt die Zahl der analogen TV-Haushalte zwar ab, allerdings sind es immer noch knapp 6,2 Millionen Haushalte, in denen ausschließlich analoges Kabel-TV genutzt wird. Gründe dafür sind dabei im Alter der Kunden oder auch in der nicht gegebenen Kaufkraft zu suchen. Unterm Strich steigt die Zahl der digitalen Haushalte zwar um knappe 7%, doch mit nur 62,9 Prozent wächst die Digitalisierung weiterhin langsamer als gewünscht.

Kabel und Satellit an der Spitze

An der Vorherrschaft in Sachen Übertragungswege im TV ändert sich so schnell nichts. Mit jeweils knapp 46% der TV-Haushalte liegen Kabel und Satellit weiterhin gleichauf an der Spitze. Besonders dabei ist jedoch, dass der Kabelbranche hier eine Trendwende gelungen ist. Erstmals seit mehreren Jahren sind die Zahl der Kabelanschlüsse wieder leicht angestiegen und nicht gefallen. Dabei stand vor allem die Entwicklung bei HDTV im Fokus, denn hier nutzen mittlerweile schon mehr als 3 Millionen Kabelanschlüsse auch die HD-Programme.

Keine Reichweitensteigerung für IPTV

Ein wenig überraschend kam die Tatsache, dass der Empfang über IPTV erstmals kein Wachstum verzeichnet. Wie schon letztes Jahr, beträgt der Anteil der Haushalte, in denen TV über das Internet empfangen wird, knappe 5%. Dies entspricht ca. 1,9 Millionen TV-Haushalte.

Nachfrage nach Terrestrik

Gesamt gesehen, hat der terrestrische TV-Empfang einen leichten Rückgang zu verzeichnen. Mit ca. 10% und dementsprechend knapp 3,9 Millionen TV-Haushalten ist die Nachfrage besonders in den Kernregionen noch sehr hoch. Thomas Fuchs, der Koordinator des Fachausschusses der Medienanstalten stellte klar, dass noch in diesem Herbst die Rahmenbedingungen für einen Umstieg auf DVB-T2 gesichert werden müssten.

VoD und Second Screen

Insgesamt 45,4 Prozent der Bevölkerung schauen Videoinhalte über das Internet. 21,6 Prozent nutzen dabei sogar den “Connected TV”. Im VoD-Bereich liegen die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen und der privaten Sender mit 58,2% deutlich vor den Video-Portalen wie Maxdome (25,4%) oder Watchever und Amazon Instant mit 21,2%. 42,7 % nutzen neben dem TV parallel einen Second-Screen in Form eines Smartphones oder Tablets.

Quelle: Medienanstalten

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