Bis 2015: IPTV-Nutzung verdoppelt sich

Internetbasiertes Fernsehen gewinnt zurzeit immer mehr Nutzer. So konnten die Betreiber von IPTV-Angeboten in den letzten Monaten ein größeres Wachstum verzeichnen, als Kabel- oder Satellitenanbieter. In den nächsten vier Jahren wird sich so die weltweite Nutzung der IPTV-Technologie verdoppeln.

Nutzerzahlen steigen stark

Zu diesem Ergebnis kam eine aktuelle Studie der Multimedia Research Group (kurz MRG). IPTV wird demnach in den nächsten Jahren weltweit um durchschnittlich 18,7 Prozentpunkte pro Jahr wachsen. Im letzten Jahr waren es weltweit noch 53 Millionen Abonnements– 2015 sollen es 105,1 Millionen Abonnements sein, was beinahe einer Verdopplung der Nutzerzahlen gleichkommt. Vor allem in Europa und Nordamerika wird sich IPTV weiter stark als Empfangsart verbreiten. Neue und innovative Serviceangebote machen das Angebot in Zukunft außerdem zunehmend attraktiver. Die MRG sieht in diesem Zusammenhang unter anderem Inhalte in HD, Multiscreening und hybride Angebote als wichtige Mehrwerte.

Marktvolumen vergrößert sich

Auch die mit IPTV erzielten Einnahmen werden mit den wachsenden Nutzerzahlen steigen, und zwar in ähnlicher Form wie die Abonnentenzahlen. Im letzten Jahr erzielten die Betreiber von IPTV-Angeboten weltweit etwa 21,8 Milliarden US-Dollar an Einnahmen. Die MRG prognostiziert für die nächsten Jahre ein durchschnittliches Einnahmenwachstum von 20 Prozentpunkte – so würden die global mit IPTV erzielten Erträge in 2015 bei 45,3 Milliarden Euro liegen, was sogar etwas mehr als ein Verdopplung der Einnahmen bedeuten würde. Aus Sicht der Betreiber ist das aber mit Sicherheit eine Rechnung, der wiederum große Ausgaben bzw. die Reduzierung von anderen Einnahmequellen entgegenzustellen sind. Da IPTV zumeist in Triple-Play Bundles oder ähnlichen Paketen angeboten werden, reduzieren sich die Einnahmen der vergangenen Jahre aus Bereichen wie Internetanschluss oder Telefon nämlich zunehmend. Die Studie der MRG lässt diesen Fakt bei ihrer Betrachtung aber außen vor, da sie den IPTV-Markt nur einzeln betrachtet.

Weltweit noch starke Unterschiede

IPTV-Anbieter bieten momentan nicht nur ein immer attraktiver werdendes Angebot, sondern treiben auch den Breitbandausbau in verschiedenen Ländern voran. Für den Empfang von IPTV ist eine (leicht variierende) Mindestgeschwindigkeit des Internetanschlusses nötig. Durch die Investitionen in die Infrastruktur erweitert sich so auch die Verfügbarkeit der Angebote – eine flächendeckende Versorgung ist das Ziel der Anbieter. Während in Nordamerika und Europa schon von einer hohen Verbreitung von IPTV gesprochen werden kann, ist der Startschuss in anderen Regionen, wie beispielsweise in Lateinamerika oder Südostasien, noch nicht so richtig gefallen. Der MRG-Studie zufolge gibt es hier noch Probleme mit den Regierungen und Regulierungsbehörden. Wenn diese Hürden aber erst einmal überwunden sind, wird wohl auch in diesen Regionen IPTV als Empfangsweg für TV-Inhalte seinen Siegeszug beginnen können.

Webtipps zum Beitrag:

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Quelle: Multimedia Research Group

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