Analogabschaltung Ende 2014?

Die sächsische Landesanstalt für private Rundfunkanbieter weist alle Kabelnetzbetreiber in Sachsen auf die geltende Rechtslage hin, welche beschreibt, dass 2015 die Verbreitung von analogen Sendern untersagt sein wird. Dies ist im Gesetz über den privaten Rundfunk und neue Medien in Sachsen verankert. Das bedeutet für die Betreiber ab dem 01.01.2015 eine Umstellung ihrer Anlagen auf den ausschließlich digitalen Betrieb.

Sachsen als Vorreiter

Nachdem die Analogabschaltung via Satellit bereits am 30.04.2012 erfolgreich über die Bühne gegangen ist, könnte nun auch die Analogabschaltung im Kabel-Bereich folgen. Sachsen kann dabei eine Vorreiterrolle einnehmen, denn es wäre das erste Bundesland, in dem diese Abschaltung erfolgen würde.

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen

Noch ist das letzte Wort in diesem Fall nicht gesprochen. Es besteht immer noch die Möglichkeit, dass die Gesetzeslage noch einmal verändert und eine Frist nach hinten gesetzt wird. Darüber lassen sich aber bisher nur Vermutungen anstellen. Die SLM berichtet, dass sie nach einigen Nachfragen von Seiten der Netzbetreiber lediglich ihrer Informationspflicht nachgekommen ist und auf die Gesetzeslage hingewiesen hat. Aus der Sicht der sächsischen Landesanstalt für Rundfunkanbieter erscheint eine Digitalisierung grundlegend als gut. Allerdings berichtet der Geschäftsführer Martin Deitenbeck, dass Einzelregelungen in den Ländern nur wenig sinnvoll wären. Viel sinnvoller wäre seiner Meinung nach, eine Formulierung über ein bundeseinheitliches Vorgehen in Abstimmung mit allen Marktbeteiligten zu treffen.

Bis heute liegt der Digitalisierungsgrad im sächsischen Kabel bei ca. 60%. Auf dieser Basis wäre eine Umschaltung in Sachsen schon in einem überschaubaren Zeitraum möglich. Nachdem Satellit und TV-Terrestrik als erledigt gelten, stehen auch die Chancen für eine Abschaltung im Kabel-Segment nicht gerade schlecht. Doch das sehen die großen Kabelnetzbetreiber anders. Kabel Deutschland und Telecolumbus haben sich gegen eine Abschaltung ausgesprochen. Für die Abschaltung haben sich vor allem die mittelständischen Kabelbetreiber und allen voran der Fachverband für Rundfunk- und Breitbandkommunikation ausgesprochen. Alles spricht dafür, dass bis zum Ablauf der Frist noch hitzige Diskussionen folgen werden, in denen bisher noch kein Sieger in Sicht ist.

Quelle: SLM

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