Amazon ordnet VoD-Angebot neu: Lovefilm wird zu Instant Video

Bewegung im deutschen Video-on-Demand-Segment: Amazon stampft den Abruf-Dienst von Lovefilm ein und konzentriert sein VoD-Angebot im Premium-Dienst Prime. Ganz nebenbei attackiert der Online-Gigant damit auch Konkurrenten wie Watchever oder Maxdome.

Instant Video kommt nach Deutschland

Über seinen Prime-Premiumdienst wird Amazon Deutschland ab dem 26. Februar auch Video-on-Demand anbieten. Lovefilm, das bisher den Abruf-Dienst von Amazon darstellte, wird dafür unter dem Namen Instant Video in das Angebot von Prime integriert, wie es auch schon in den USA der Fall ist. Unter der Marke Lovefilm wird in Zukunft nur noch der Post-Verleih von DVDs und Blu-rays laufen – den Online-Abruf, der über 12.000 Filme und Serienepisoden, gibt es zukünftig nur noch über Instant Video, das neben der Gratis-Lieferung für unzählige Amazon-Artikel bis zum nächsten Tag und der Kindle-Leihbücherei für eBooks, den dritten Baustein des Prime-Pakets bilden soll.

Neue Tiefstpreise

Die Neustrukturierung des VoD-Bereichs kann als Kampfansage an die anderen Anbieter wie Watchever, Maxdome oder Sky Snap verstanden werden, denn beim Preis können diese Anbieter nicht mithalten. Amazon Prime wird inklusive Instant Video zum jährlichen Preis von 49 Euro angeboten, was einem monatlichen Preis von rund 4 Euro entspricht. Damit ist das Angebot billiger als Lovefilm bisher schon war – und im Vergleich zur Konkurrenz, die sich zwischen acht und zehn Euro pro Monat bewegt, auf Jahresbasis quasi ein Schnäppchen. Im Zusammenspiel mit den weiteren Prime-Vorteilen ist zudem das Preis-Leistungs-Verhältnis enorm hoch, denn allein im Vergleich zu den bisherigen Einzelpreisen für Prime und Lovefilm sparen Kunden nun über 50 Prozent.

Spar-Aktion und Monatspakete

Neukunden können zudem auch noch einmal kräftig sparen, wenn sie ein Prime-Jahresabo noch vor dem Start am 26. Februar abschließen. In diesem Fall werden nur 29 Euro für das erste Jahr fällig. Gleiches gilt auch für Bestandskunden, deren Vertrag sich vor dem Mai 2014 verlängert. Wer dem Jahres-Abo von Prime eher skeptisch gegenübersteht, kann Instant Video zudem auch als Monatsabo buchen. Hier liegt der Preis mit 7,99 Euro jedoch wieder auf dem Level der Mitbewerber – und ist anhand des Jahrespreises rein rechnerisch nur als Schnupperangebot für Unentschlossene interessant. Nutzen können Prime-Mitglieder den Service von Instant Video auf vielen Endgeräten wie dem Kindle Fire, dem iPad und dem iPhone. Auch auf Konsolen wie der Xbox, PlayStation und Nintendo Wii oder Smart TVs von Samsung, Sony und LG ist der VoD-Dienst verfügbar.

Aktuelle und exklusive Inhalte

Mit den mehr als 12.000 Titeln aus dem ehemaligen Lovefilm-Angebot, will Amazon seine Prime-Service attraktiver als zuvor gestalten. Zum Portfolio gehören unter anderem auch aktuelle Titel wie „Breaking Bad“, „Men in Black 3“ oder „Star Trek: Into Darkness“. Mit Eigenproduktionen aus den Amazon Studios sollen zudem auch exklusive Inhalte geboten werden. So soll bereits zum Deutschlandstart von Instant Video die Amazon-Serie „Alpha House“ bereit stehen. In Kürze wird dann mit „Betas“ das nächste Format folgen. Zudem wurden noch für 2014 zwei Kinderserien angekündigt.

Zuschauer mit Mitspracherecht

Der Start von Instant Video in Deutschland könnte auch in Zukunft die „Amazon Pilot Season“ aus den USA nach Deutschland bringen. In den Amazon Studios werden dafür mehrere Pilotfolgen für neue Formate produziert, bei denen dann die Zuschauer über Amazon Prime entscheiden können, welche der Serien letztendlich in die Produktion geht. Bisher hat Amazon das Piloten-Event jedoch noch nicht für Deutschland angekündigt.

Quelle: Amazon

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