VoD: Bessere Chancen für Amazon oder Netflix?

Kommt Netflix zu spät nach Deutschland? Eine aktuelle Studie sieht Amazon mit seinem Angebot Prime Instant Video besser aufgestellt als den US-Primus.

Amazon Instant Video – an der Spitze

Während dem Deutschland-Start der VoD-Plattform Netflix entgegengefiebert wird, hat Amazon mit seinem Prime Instant Video hierzulande im Sturm den Abo-VoD-Bereich erobert. Das geht jedenfalls aus einer aktuellen Studie der Video-Marktforscher von Veed Analytics hervor, die den Abruf-Dienst von Amazon in Sachen Inhalte vor den Wettbewerbern Maxdome, Watchever uns Sky Snap sieht. Erst Anfang des Jahres hatte Amazon hierzulande die Marke Lovefilm aufgegeben, um sein VoD-Angebot – ganz nach dem Vorbild im US-amerikanischen Heimatmarkt – gemeinsam mit seinen Premium-Accounts zu vermarkten.

Kommt Netflix zu spät?

Im gleichen Atemzug wird von den Marktforschern auch die Frage aufgeworfen, ob Netflix den idealen Zeitpunkt für einen Start in Deutschland nicht schon verpasst haben könnte. „Amazon hat den Markt bereits mit einem sehr niedrigen Preispunkt besetzt, und bietet inzwischen auch einen sehr attraktiven Content-Katalog an“, so Thies Haase, VP Product von Veed Analytics. Netflix sei mit seinem Service zwar technisch extrem weit entwickelt und zudem auch sehr nutzerfreundlich, jedoch entscheide letztendlich überwiegend der Preis und das Content-Angebot über de Nutzer-Akzeptanz, so Haase.

Filme und Serien

Da in Sachen Inhalte das deutsche Angebot von Netflix noch nicht vorhanden ist, verglich Veed Analytics die Bibliothek des deutschen Amazon Prime mit der vom amerikanischen Netflix. Basierend auf den 400 erfolgreichsten Kinofilmen der letzten vier Jahre liegt Amazon hierzulande an der Spitze – jedoch bietet das US-Angebot von Netflix noch mehr aktuelle Spielfilme und würde damit auf dem ersten Rang landen. Ganz anders sieht es unterdessen in Sachen Serien aus, wofür die DVD-Verkäufe herangezogen wurden. Hier liegt Amazon auf dem ersten Rang, während Netflix weit abgeschlagen auf dem vierten Platz landet. Dabei wurde jedoch nicht berücksichtigt, dass im Bereich Serien via Video-on-Demand auch andere Inhalte als die meistverkauften DVDs von Bedeutung sind. Vor allem Eigenproduktionen wie die Netflix-Serie „House of Cards“ machen hier oftmals den Unterschied.

Quelle: Veed Analytics

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