IPTV today - IPTV, Triple Play und Internetfernsehen
zu Vodafone
28. August 2009  |  IPTV International, Internet TV 1 Kommentar

Unerwartet – TV-Inhalte im Netz beliebter als YouTube Filmchen

Es klingt ein wenig überraschend – trotz der Schwemme an User-Generated-Content auf dem Internet-Video Markt bevorzugen laut Studie die Konsumenten professionell produzierte Videoinhalte im Netz.

Qualität vor Quantität

Laut einem aktuellen Bericht des US-Finanzforschungsinstituts Sanford Bernstein sind herkömmliche Fernsehinhalte im World-Wide-Web deutlich beliebter als User-Generated-Content auf Videoportalen wie YouTube oder MyVideo. 58% der befragten US-Bürger gaben an, regelmäßig Fernsehsendungen oder –beiträge im Netz zu schauen. Mit 28% nutzen weitaus weniger die Angebote der Videoportale. Der Markt scheint also in Bewegung geraten zu sein, waren es Anfangs doch zu vorderst die YouTube und Co. die zum Boom der Internetvideos führten. Vielleicht ist der Effekt auf “der Reiz des Neuen” zurückzuführen. Zumindest geht es mir so. Am Anfang war Youtube schon toll, aber mit der Zeit verliert es etwas an Reiz. Oder?

TV Branche geht mit den Zuschauern

Doch die TV-Branche scheint den Trend erkannt zu haben, und bietet immer mehr Produktionen auch im Internet an. Größter Vorteil dabei: der Nutzer kann sein Konsumverhalten verstärkt selbst bestimmen, und ist nicht mehr auf starre Sendezeiten angewiesen. Mehr und mehr Konsumenten erkennen dies und nutzen die Angebote. Das klassische Fernsehen per Kabel oder Satellit bleibt jedoch Hauptgewinnbringer für die Konzerne, das Internet aber ein guter Weg zusätzlichen Profit zu erzielen, oder auch neue Nutzergruppen zu erschließen.

Möglich jedoch, dass in Zukunft sich das Blatt noch wendet und “TV-on-Demand” das Maß aller Dinge ist. Mit TV-on-Demand meine ich eine Art erweitertes Video-on-Demand, dass jegliche Art von TV-Inhalten der letzten Tage, Wochen oder Monate auf Abruf bietet. Ähnlich dem TV-Archiv von T-Home Entertain, bei dem dies heute schon möglich ist, nur wesentlich umfangreicher.

Qualitätsstandards sichern Anziehungskraft

“Der Medienkonsum im Rundfunkbereich ist immer eine Vertrauenssache. Große TV Sender, die über eine starke Marke verfügen, stehen für einen gewissen Qualitätsstandard und üben daher auch im Internet eine besonders hohe Anziehung auf die Zuseher aus”, stellte Corinna Drumm, Geschäftsführerin von Sat.1 Österreich kürzlich in einem Interview mit dem Mediendienst „inside-digital“ fest. Um Information und Unterhaltung im Internet zu erhalten, setzen die Zuschauer vor allem auf ihnen schon seit Jahren bekannte Sender- und Sendemarken. “Die Nutzer verlassen sich auch im Netz auf ihre gewohnten Sender, weil sie wissen, dass sie dort ihre verschiedenen Bedürfnisse ausreichend befriedigen können.”, so Drumm. Dieses Potenzial scheinen die Fernsehanstalten nicht verspielen zu wollen und starten immer aufwendigere Videoportale. Den Zuschauer kann’s freuen.

mehr über IPTV

» IPTV Anbieter Übersicht
» T-Home IPTV
» Alice IPTV

Quellen: Inside-Digital, Sanford Bernstein

1 Kommentar »

  • Janis (3. September 2009, 10:40)

    Im Text fehlt mir die Abgrenzung zwischen Plattformen (User kann selber aktiv werden) und Portalen (User kann keine eigenen Inhalte einstellen) sowie die Abgrenzung zwischen UGC und aufwendigeren Produktionen, die ausschließlich fürs Web erstellt werden.
    Geht es im Text etwa nur um UGC vs. Fernsehen? Okay, dann ist das Ergebnis NICHT überraschend. – “Filmchen” im Web sind eben nicht gleich Filmchen im Web, sondern um einiges differenzierter als hier dargestellt.

Was meinen Sie dazu: