Die dritte Dimension für zu Hause? JVC 3D-Fernseher vorgestellt
Vom: 11 Aug 2009 Digital TV, Hardware tagged mitDie Kinobranche versucht derzeit durch den starken Ausbau 3D fähiger Kinos und die Produktion von 3D Filmen die Besucherzahlen zu steigern und die Menschen wieder vom Sofa in die Kinosäle zu locken. Doch der Elektronikmarkt zieht nach – JVC stellt in diesen Tagen seinen ersten 3D fähigen Fernseher vor.
Dreidimensionaler Schirm von JVC
Der japanische Elektronikhersteller JVC wagt mit seinem neuen Modell GD-463D10 einen ersten Vorstoß in den neuen 3D-Sektor. Der FullHD-Fernseher mit 46 Zoll Bildschirmdiagonale und einer Dicke von lediglich 3,9 cm soll ab Herbst auf den Markt kommen, wie der Konzern mitteilte.
Flimmerfreie Bilder mit Polarisationsbrille
Durch eine spezielle „3D Visual Engine“ sollen dem Zuschauer flimmerfreie Bilder präsentiert werden. Statt einer schnellen Folge von Bildern separat für das linke und rechte Auge darzustellen (Shutter-Technik), beruht das Prinzip auf gleichzeitiger Darstellung polarisierter Bilder, die jeweils nur durch das Brillenglas des linken oder rechten Auges durchgelassen werden. Mit Hilfe der Brille entsteht beim Zuschauer dann der dreidimensionale Eindruck. Zwei der Brillen sind im Lieferumfang enthalten.
Das neue JVC-Modell unterstützt die 3D-Standards „Line-by-Line” und „Side-by-Side”. Der Fernseher besitzt 3 HDMI Eingänge und kann auch Standart TV Signale in Auflösungen von bis zu 1920 x 1080 Vollbildern (1080p) darstellen. Laut Unternehmen erreicht das Gerät einen nativen Kontrast von 2.000:1, der dynamische Kontrast liegt bei 10.000:1. Interessant wäre einmal eine Technik ohne Hilfsbrille. Entsprechende Geräte soll es ja bereits geben. Bisher trüben diese leider etwas den Sehgenuss. Größtes Manko ist in der Regel ein leichte Farbverfälschung und ein leichter “Sonnenbrilleneffekt”. Aber vielleicht bietet die JVC-Technik ja ein System ohne diese Nachteile…
Zunächst nur professioneller Einsatz
JVC plant vorerst jedoch keinen Verkauf auf dem Consumer-Markt. Das Gerät richte sich an professionelle Nutzer, so der Konzern. Verwiesen wird zum Beispiel auf Anwendungsszenarien im medizinischen und wissenschaftlichen Bereich. Ein Preis wurde nicht genannt. Außerdem sollen zunächst nur 2.000 Geräte pro Jahr produziert werden.


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