IPTV today - IPTV, Triple Play und Internetfernsehen

26. April 2006  |  Digital TV, Studien kommentieren

Interaktives Fernsehen wird kaum genutzt

via http://www.bitkom.org/de/markt_statistik/38511_38538.aspx

Hierzulande bestellt kaum jemand Waren, die im Fernsehen angeboten werden, mit der Fernbedienung. In aller Regel greifen die Konsumenten dafür noch zum Telefon, es kommt zum so genannten Medienbruch. [...]

Über das TV-Gerät konnten im Jahr 2004 mit Kommunikationsdiensten wie Video-Telefonie oder Voice-over-IP, Wetten, Bankgeschäften, Einzelhandel oder interaktiver Werbung nur 90 Millionen Euro umgesetzt werden.

Hindernisse für die Marktentwicklung in Deutschland waren unter anderem die zu geringe Zahl an Endgeräten, wie zum Beispiel eine Set-Top-Box zur Umwandlung digitaler in analoge TV-Signale. Weiterhin fehlt zumeist ein Rückkanal, um Informationen vom Konsumenten an die Anbieter von Diensten zu senden, und das Angebot an Diensten ist zu begrenzt.

Inzwischen gibt es neue Endgeräte-Typen: IP-TV, das Fernsehen über den Computer, verfügt automatisch über einen Rückkanal, ebenso Mobile-TV, das Fernsehen übers Handy. Damit gibt es künftig schlagartig mehr Nutzer und somit auch mehr Dienstleistungen des iTV. [...]

Falls also in diesem Jahr die ersten IPTV Angebote starten, kann man nicht gleich davon ausgehen, dass der Konsument diese auch ab der ersten Sekunde zu nutzen weiß. Es bedarf wohl erstmal eine Heranführung an die interaktiven Möglichkeiten. Zwar sind interaktive Dienste wie Shops, Wetten, Bankgeschäfte oder Spiele aus dem Internet bekannt, nur ob diese auch im Wohnzimmer auf dem Fernseher genutzt werden, bleibt abzuwarten.

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