Olympia beschleunigt die Akzeptanz von IPTV erheblich

Vom: 14 Aug 2012 Digital TV, Internet TV, IPTV News, Studien tagged mit , , , ,

Die Olympische Spiele 2012 sind vorbei, doch auch abseits des Sportplatzes hinterlassen sie einen bleibenden Eindruck. Fernsehen über das Internet ist in der Breite der Bevölkerung angekommen. Streams auf mobilen Endgeräten sind endgültig allgemeiner Usus geworden.

 

Deutschlandweit schalteten 86 Prozent der Bevölkerung zu den sportlichen Wettkämpfen ein. Während die männlichen Zuschauer mit 88 Prozent über dem Schnitt liegen, war bei den Frauen mit 82 Prozent das Interesse etwas geringer. Doch vor allem die Art und Weise des Fernsehkonsums sorgt für Aufsehen, denn jeder vierte Deutsche nutzte das Internet, um Videoinhalte zu Olympia zu beziehen. Eine von dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage*, beleuchtet Endgeräte, Altersgruppe, Geschlecht und Bildung der IPTV-Konsumenten.

Männer unter 30 Jahren mit Abitur besonders IPTV zugeneigt

Außer dem Fernseher, wurde von 25 Prozent aller Bürger eine Reihe von digitalen Geräten mit unterschiedlicher Intensität verwendet, um mit IPTV in London dabei zu sein. Die Männer übernahmen mit 32 Prozent die Führung, während die Frauen mit 18 Prozent deutlich weniger an alternativen Empfangsmöglichkeiten interessiert waren. Über den klassischen PC verfolgten 15 Prozent das Programm. Der Laptop wurde von 14 Prozent eingesetzt, das Smartphone von 6 Prozent und das Tablet von 4 Prozent. Am häufigsten nutzten Menschen unter 30 Jahren IPTV (42 Prozent), während oberhalb von 65 Jahren die wenigsten IPTV-Konsumenten (10 Prozent) zu verorten sind. Die Bildung spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Annahme von IPTV. Deutsche mit Abitur oder höherer Bildung, gebrauchten zu 28 Prozent internetbasiertes Fernsehen, Hauptschüler hingegen lediglich zu 16 Prozent.

Ist die IPTV-Ära nun angebrochen?

Der BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder sieht die Olympischen Spiele 2012 als Initialzündung für die Durchsetzung von IPTV: „Mit Olympia 2012 wurde Internet-TV zum Massenphänomen. Dank immer größerer Bandbreiten machen Live-Streams mittlerweile richtig Spaß. Die Zuschauer konnten bei den Olympischen Spielen aus einem großen Online-Programmangebot der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender auswählen und so erstmals ihr persönliches Programm selbst zusammenstellen.“ Die aufkommende Verbreitung von LTE wird, seiner Meinung nach, IPTV auf mobilen Endgeräten begünstigen und vorantreiben. „Die Olympischen Sommerspiele haben erstmals einen Blick in die Fernsehwelt der Zukunft geöffnet. Das Internet befreit das Fernsehen von festen Orten, Zeiten und Programmen. Internet-TV ist mobil, zeitunabhängig und individuell.“

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*1008 Personen ab 14 Jahre wurden am 7. und 8. August befragt. Nicht gefragt wurde, ob das Schauen am Rechner oder Smartphone per Stream oder DVB-T erfolgte. Allerdings ist der Anteil der DVB-T-Haushalte in Deutschland gering: Laut „TV Monitor“ 2011, den das Marktforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag des Satellitenbetreibers Astra durchgeführt hat, waren es Ende vergangenen Jahres knapp 5 Prozent – und diese sehen in der Regel am TV-Gerät fern und nicht am PC oder Laptop.

 

Quelle: BITKOM

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Vom: 14 Aug 2012 -