IPTV today - IPTV, Triple Play und Internetfernsehen

26. September 2006  |  IPTV Basics 1 Kommentar

IPTV und Interaktivität. Gut oder schlecht?

Laut einem heise-Artikel erteilt der ehemalige RTL-Chef Dr. Helmut Thoma der Nutzung des Rückkanals von IPTV und somit der Interaktion mit dem Zuschauer eine Absage: Das sei wie ein interaktives Restaurant, in dem die Zutaten auf dem Buffet stehen und die Gäste selbst kochen müssen. “Der Zuschauer will einfach nur unterhalten werden. Die Fernbedienung bietet genug Interaktionsmöglichkeiten”, sagte Thoma.

Diese Meinung ist jedoch etwas kurzsichtig. Dass sich das Fernsehen und die Nutzung nicht von heute auf morgen zur völligen Interaktion entwickeln wird, ist klar, das wird mitunter noch einige Jahre dauern, aber die Erfahrungen mit dem Internet haben gezeigt, dass es wirklich sinnvolle Dinge gibt, die sich der Interaktion und des Rückkanals bedienen.

Stichwort Personalisierung: EPG, PVR, Werbung, Sender… alles kann personalisiert und individualisiert angeboten werden. Dass es dafür keine Interessenten gibt, glaube ich nicht.

Stichwort Interaktivität und T-Commerce: Ein Anbieten eines TV-basierten Shops, in dem man über die Fernbedienung bestellen kann, ist für die Zielgruppe doch ein sinnvoller Mehrwert. Die Nutzung des Telefons entfällt.

Stichwort Kommunikation: Zugegeben, wer möchte über den Fernseher mit anderen Menschen kommunizieren? Aber auch hier spielen die Inhalte und Zielgruppen die entscheidende Rolle. Das MTV/Viva-Publikum könnte sicherlich Interesse daran haben mit Freunden zu chatten, flirten etc.

Das sind alles nur kurze Ideen, die zeigen sollen, dass der Rückkanal auf jeden Fall einer der größten Vorteile von IPTV ist. Es kommt jedoch darauf an, für welche Zielgruppe man die Funktion anbietet und bei welchen Inhalten sie wirklich sinnvoll sind. Die unterhaltende Funktion des Fernsehen wird natürlich bestehen bleiben, aber der Rückkanal wird uns Dienste bescheren, an die wir jetzt noch garnicht denken.

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1 Kommentar »

  • AS (27. September 2006, 20:55)

    Manche Anwendungen sind mit Sicherheit rein durch die technische Machbarkeit inspiriert. Aber man muss Interaktivität im Fernsehen nicht immer als “Mitmach-TV” missverstehen. Clever eingesetzt kann Interaktivität das Fernsehen verbessern ohne die Mediennutzung total zu verändern. Wenn IPTV einmal seine Vorteile ausspielt und das Inhalteangebot wächst – flexibler und vielfältiger wird, dann wird es ohne Interaktivität und Personalisierung nicht mehr gehen. Die Zuschauer werden sich an Interaktivität im Fernsehen schneller gewöhnen als Herr Thoma denkt.

Was meinen Sie dazu: