IPTV-Codecs: H.264 bzw. MPEG-4/AVC
Vom: 01 Aug 2006 Uncategorized tagged mitEine der Entwicklungen, die IPTV für Telekommunikationsunternehmen erst richtig interessant gemacht hat, ist die Entwicklung auf dem Gebiet der Videocodecs. Im digitalen Fernsehen über Antenne, Kabel und Satellit kommt heute die MPEG-2 Codierung zum Einsatz. Diese kann zwar in der Tat DVD-Qualität bieten, aber die Bitrate für einen einzelnen Videostream wäre sicherlich nicht effizient um rießige Datenmengen, womöglich noch HDTV, per Unicast für VoD zu übertragen.
Doch mit dem Videostandard H.264 (bzw. MPEG-4/AVC) kam die Abhilfe. Im Vergleich zu MPEG-2 verringert sich die benötigte Bandbreite um die Hälfte. Ein Videostream in H.264 benötigt ca. 1,5 – 2 MBit/s um sehr gute Bilder zu liefern. HDTV würde ca. 8 bis 12 MBit/s verbrauchen, wofür also selbst DSL-Anschlüsse mit 16 MBit/s ausreichen würden. Mit dem neuen Codierverfahren verdoppelt sich also die Effizienz auf Seiten der IPTV-Anbieter.
Ein weiteres Plus von H.264 ist, dass dieser Standard auch in mobilen Geräten integriert wird. Handys, PDAs, iPods usw. sind dann kompatibel mit den über IPTV ausgelieferten Inhalten.
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Vom: 01 Aug 2006

[...] Dass ein einheitlicher IPTV Standard von äußerster Wichtigkeit ist, ist klar. Auf dem Gebiet der Videoformate haben sich bereits H.264 und VC-1 fast schon etabliert, bei Set-Top-Boxen, Middlewares, TV-Browsern etc. sieht das allerdings ganz anders aus. Aus diesem Grund wurde auch seitens der Bundesnetzagentur der Wunsch nach offenen und gemeinsamen Standards geäußert, um sowohl das Leben der Kunden als auch der Produzenten zu erleichtern [...]