Studie: IPTV weiter im Aufwärtstrend

Vom: 10 May 2010 IPTV Anbieter, Studien tagged mit , ,

15 Millionen Menschen – so viele nutzen in Deutschland schon das IP-basierte Fernsehen. Eine Zahl, die auf den ersten Blick nicht schlecht aussieht. Trotzdem ist das IPTV-Geschäft noch nicht rentabel genug. Goetzpartners, ein europäisches Beratungsunternehmen, legte unlängst eine Studie vor, die IPTV zum wirtschaftlichen Erfolg verhelfen soll.

Nutzungsgewohnheiten untersucht

Bei Menschen zwischen 14 und 69 Jahren wurde eine repräsentative Umfrage zur Zukunft des Fernsehens durchgeführt. Dabei kam ans Tageslicht, das ca. zwei Drittel der Teilnehmer gesteigerten Wert auf zeitversetztes Fernsehen legen. Ein Feature, welches deutlich für IPTV spricht. Durch die Loslösung vom vorgegebenen Programmschema der Sender teilen sich die Rezipienten ihre Fernsehzeit in Zukunft selbst ein. Ebenfalls hoch im Kurs: Ergänzende Informationen zum laufenden Programm sowie freier Internetzugang mit dem TV-Gerät. Ein Fünftel der Befragten zeigte Interesse an mobilem Fernsehen.

Bezahlung für Mehrwertdienste

Anzeige:

In Deutschland eigentlich kaum vorstellbar: Laut der aktuellen Umfrage sind Fernsehzuschauer durchaus bereit, für hochwertige Inhalte mehr Geld zu bezahlen. Über die Hälfte der Teilnehmer könnten sich vorstellen, für einzelne Filme Gebühren zu bezahlen. Damit dürften sich Video-on-Demand-Anbieter in ihren Diensten bestätigt fühlen. Immerhin ging man früher auch in die Videothek und bezahlte für ausgeliehene Filme. Heutzutage wird dies direkt vom Sofa aus erledigt. Auch für High-Definition würden die Rezipienten tiefer in die Tasche greifen. Wie aus der Studie hervorgeht, könnten sich 40% der Befragten einen HD-Zusatzbeitrag vorstellen.

Steigende Nutzerzahlen bei IPTV

Goetzpartners prophezeit dem IP-basierten Fernsehen eine strahlende Zukunft. Laut dem Beratungsunternehmen sollen im Jahr 2013 27 Millionen Menschen regelmäßig IPTV-Angebote nutzen. 2,5 Millionen über geschlossene IPTV-Angebote. Geschlossen heißt, dass das TV-Angebot diese nur einem Abonenntenkreis zur Verfügung gestellt wird. Beispiele dafür sind die IPTV-Tarife von der Deutschen Telekom (Entertain) und Alice (Alice TV).

Für die Anbieter beginnt schon jetzt ein erbitterter Wettkampf um die Marktanteile. Der aktuelle DSL-Markt zeigt, wie hart der Kampf werden kann. Goetzpartners geht davon aus, dass vor allem die etablierten Unternehmen entsprechende Marktanteile sichern werden. Für Neueinsteiger dürfte es nur wenig Platz geben.

Geschäftsmodell offen halten

„IPTV-Anbieter, die sich lediglich auf eine einzige Umsatzquelle fokussieren, werden mittelfristig nicht wettbewerbsfähig sein. Stattdessen liegt die Zukunft in der strategisch sinnvollen Kombination verschiedener Geschäftsmodelle“, so Alexander Henschel (Managing Director goetzpartners). Die sinnvolle Mischung verschiedener Angebote wird für die Anbieter also entscheidend sein.

Quelle: goetzpartners | www.goetzpartners.com/uploads/media/100505_Pressemitteilung_IPTV_FINAL.pdf
Vom: 10 May 2010